Die Eigenschaften eines Weines werden nicht
wie gemeinhin angenommen nur durch die verwendete Rebsorte bestimmt,
sondern durch eine Reihe von Faktoren. Einen außerordentlichen
Einfluß haben auch das Klima und die Bodenart.

Die besonders günstige Lage Bertinoros
schenkt uns konstante Brisen, was ein mildes Klima bewirkt, trotzdem
mit grossen Temperaturschwankungen Tag/Nacht, welche, wie sich
versteht, besonders die aromatischen Eigenschaften und die Qualität
der Weine entwickeln. Die Durchschnittstemperaturen in den Weinbaugebieten
schwanken zwischen 12 und 18 Grad Celsius, was bedeutet, daß
das Klima ideal ist, gemäßigt feucht und warm genug,
um die Trauben ordentlich reifen zu lassen.
Die Regenfälle konzentrieren sich in der
Regel auf die Zeit zwischen Oktober und März. Die klimatischen
Bedingungen haben grundlegende Bedeutung für den Reifegrad
der Trauben. Was den Boden betrifft, so wird der größte
Teil des Hügellandes von Bertinoro im allgemeinen aus einer
kalkig-mergeligen und sandigen Mischung gebildet, je nach dem
Ursprungsgestein, im Durchschnitt kompakt, locker oder sogar steinig,
gewöhnlich gut strukturiert und häufig mit guter Tiefe
und Frische.
Daraus ergibt sich ein etwas welliges Profil,
das die Dränage und den Wasserablauf erleichtert und der
Rebe gute Bearbeitungsbedingungen verschafft. Reste von Muscheln
und andere organische Rückstände, die untereinander
zusammengebacken sind, bilden in unseren Tagen ein weitläufiges
Riff, den sogenannten “romagnolischen Spungone”. Die
Anwesenheit von Kalk verleiht den Weinen, insbesondere den weißen,
ausgeprägten Duft, Eleganz und Weichheit, Körper und
ausgesprochene Substanz.