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MORGENSTUND HAT “NICHT IMMER” GOLD IM MUND

23. WEINLESE VON MAURO SIRRI

Liebe Freunde,

Der Winter 2005/2006 verlief ohne bedeutungsvolle Erinnerungen: kein Schnee, wenig Regen, milde Temperaturen, also wurde das Beschneiden sorglos im Januar und Februar durchgeführt. Im Frühling kamen üppige Regenfälle, welche den im Winter angesammelten Wasservorrat bereicherten und im Mai den Wuchs förderten, mit regelmässgimem Sprossen, ausser einem kleinen Ueberschuss für die Sorte SANGIOVESE.

Wir mussten etwas auf das Grün eingreiffen und ausgeizen, wir wählten die besten Sprossen und beseitigten die überflüssigen (eine ertse Lichtung). Im Juni haben wir weiter auf das Grün eingegriffen, welches durch die Wasservorräte zu einem leichten Ueberschuss neigte und einen unter dem Durchschnitt aktiven Kalkgehalt vorzeigte, vor allem bei den talwärts gelegenen Reben.

Im Juli kam die grosse Hitze: sehr hohe Temperaturen über 32°C haben die Photosythese gestoppt, so wurde die Fruchtentwicklung durch den Klimaablauf behindert. Wir waren besorgt über den Klimaablauf und haben die Produktion zum zweiten Mal erleichtert (zweite Lichtung). In den ersten 20 August-Tagen (wenn die Trauben durch das Reifen ihre Farbe ändern) hatten wir verschiedene auch ziehmlich starke Regenfälle mit wenig Licht-Stunden, was die Reifung verlangsamte. Also, die Vereinigung all dieser Elemente war bestimmt kein gutes Vorzeichen: Ende August hatte der Reifezustand der Trauben mindestens 15 Tage Verspätung.

Wir setzten alle unsere Hoffnungen auf die Monate September und Oktober und das Glück war tatsächlich auf unserer Seite. Es wurden zwei herrliche Monate: Sonne, anhaltende Brisen welche die Temperaturen milderten und starke nächtliche Temperaturschwankungen. Obwohl die ersten gelesenen Trauben etwas benachteiligt waren, haben sich CHARDONNAY und ALBANA als sehr interessant erwiesen. Alle restlichen Trauben (vor allem die Roten) kamen in perfektem Gesundheitszustand im Keller ein: Zuckergehalt, ausgeglichener Säuregehalt, aber vor allem eine angemessene phenolische Reifung.

ZWEITAUSENDSECHS ist meine 23. Weinlese

Glaubt mir, ich habe keine einzige erlebt, die einer anderen glich. Jede ist anders, eigenartig und nicht vorhersehbar und jede ist auf ihre eigene Art wunderlich.
Liebe Kunden, ich bedanke mich herzlichst für den Vorzug den Sie uns bis jetzt gewährt haben und ich wünsche euch allen ein glückliches und unbeschwertes neues Jahr.

Mit freundlichen Grüssen

Mauro Sirri