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“HEUSCHRECKEN SIND WENIGER SCHÄDLICH ALS DIE DUMMHEIT DER MENSCHEN”

WEINLESE NR. 58 DES WEINGUTS CELLI – WEINLESE NR. 39 VON MAURO SIRRI

Liebe Freunde,

Ich bin gezwungen, zu wiederholen, was ich schon in meinem Report vom letzten Jahr geschrieben habe:

„Zu der Epidemiebombe gesellt sich auch die Dummheit und Unvorsichtigkeit von Regierungen und Zentralbanken, die bereits im Mai eine Mindestinflation von 2% „gesegnet“ hatten und somit eine spekulative Zündschnur ausgelöst haben, die absehbar außer Kontrolle geraten ist. Heute geben dieselben „weitsichtigen“ Ökonomen zu, dass die Inflation nicht „vorübergehend“ sein wird.

Man will die aus Spekulationen resultierenden Finanzerlöse um jeden Preis retten, läuft damit aber Gefahr, die Produktionskette derjenigen zu gefährden, die ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen verdienen.

Leider ist diese Vorhersage eingetroffen, verschärft durch einen Konflikt, der das Ergebnis von Nachlässigkeit und diplomatischer Unfähigkeit ist, eine Lösung für ein schon seit 2014 brütendes Problem zu finden.

Das Ergebnis ist eindeutig: die Inflation ist außer Kontrolle geraten, die Rohstoffpreise um 40%-50% gestiegen und die Energiekosten VERDREIFACHT.

Ein Beispiel für alle:

Der Preis einer Glasflasche kostete uns bisher € 0.257, der heutige Preis € 0.406.

Dazu gesellt sich auch ein trockener Saisonaler Trend wie im Jahr zuvor.

Hitze und anhaltende Dürre haben den Produktionsbenchmark um 30% reduziert, im Vergleich zu dem, was man eigentlich für eine wirtschaftlich nachhaltige Produktion erwarten sollte.

Wenigstens haben die wenigen Millimeter Regen von Ende August und Mitte September die Qualität der Lese gerettet, die unerwartet einen ausgewogenen analytischen Rahmen mit relativ niedrigen pH-Werten und anhaltender Säurewerten zeigt.

Die Rebe ist eine Pflanze von großartigem Charakter, die unerwartet hohe Belastungen überwindet.

Sie begleitet uns Menschen seit Jahrtausenden und ich bin zuversichtlich, dass wir zusammen auch diese schwierige Zeit (mit Hilfe der Heuschrecken?) überwinden werden.

Ich hatte auf eine normale Weinlese gehofft … aber nein

Ich hatte auf einen Rückgang der Inflation gehofft … aber nein

Leider sind wir gezwungen, kleine Preiserhöhungen vorzunehmen, um wenigstens den Aufpreis der Materialkosten auszugleichen.

Wir hoffen, dass uns die Weinlese 2023 zu einem generellen „Normalzustand“ zurückbringen wird.

Mauro Sirri