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“NIEMALS AUFGEBEN!“

WEINLESE NR. 56 DES WEINGUTS CELLI – WEINLESE NR. 37 VON MAURO SIRRI

Liebe Freunde,

Ich hätte nie gedacht, dass sich die Weinlese 2020 nicht wegen den agronomischen Aspekten und dem bizarren Klimaablauf abheben würde, sondern wegen der Erfahrung die uns alle in eine taoistische Weltvision gezwungen hat:

„WIR SIND ALLE UNTER DEM GLEICHEN HIMMEL“

Von Ost bis West, von Nord bis Süd, in Städten und auf dem Land, sind wir von einem unsichtbaren und hinterlistigen Feind getroffen worden, der sich auch in unseren Liebsten versteckt.
Die hinterlassenen Narben in uns und in der Weltwirtschaft werden uns leider noch viele Jahre begleiten.

Während des Lockdowns habe ich erkannt, was für ein Glück ich habe, schöne Weinberge zu besitzen. Ich konnte darin laufen und die pedoklimatischen Bedingungen besser bewerten:

Das Weingut MAESTRINA ist dem Meer zugewandt, morgens wehen kühle Winde durch die Reben, die im Frühling von Gänseblümchen und gelben Wildblumen bedeckt werden.

Im Weingut CELLAIMO färbt der Sonnenuntergang das kalkig-mergelige Riff, der sogenannte „Spungone“ und am Horizont zeichnen sich die Schatten der Weinberge von Maestrina ab.

Vom Weingut MASSA hat man einen wunderschönen Blick auf den Fluss Savio. Hier beginnt die Morgendämmerung sehr früh und auch an den härtesten Wintertagen heitert eine milde Wärme einem die Seele auf.

Das Weingut FRATTA ist das wildeste und anspruchsvollste mit seinen von 15 bis 20% neigenden Hängen. Bei Sonnenuntergang kann man von hier aus die in der goldenen Abendsonne getauchte Burg von Bertinoro erblicken. Hier trifft man unermüdliche Läufer, Rehe, manche Stachelschweine und Spuren von anderen Huftieren, die den nahen Apennin bevölkern.

Glücklicherweise setzt die Natur ihren Zyklus fort und kümmert sich nicht um die Probleme, von denen die Menschheit geplagt wird. Möglicherweise gewinnt Sie sogar Räume zurück, die ihr gestohlen wurden. Auf diesem Weg hat die Natur uns dann auch zur Weinlese 2020 geführt, pünktlich wie jedes Jahr.

Der Frühling war mild mit wenigen Niederschlägen. Die Sprossen haben in der zweiten Aprilwoche angesetzt. Im Sommer war es tagsüber warm, mit mäßigen Nachttemperaturen und ausreichenden Niederschlägen. Mit diesen klimatischen Bedingungen haben wir die Weinlese Mitte August mit den Chardonnay Trauben eingeweiht. Es folgten Albana, Trebbiano, Sangiovese und schlussendlich Pagadebit.

2020 ist für uns auch der Abschluss der Umstellungsphase auf Bio, Trauben und Weine sind nun vollwertig Bio zertifiziert. 

Außer der Qualität, die unsere Produktion seit vielen Jahren auszeichnet, können wir Ihnen nun auch zertifizierte Bio-Weine mit einem erneuerten Image bieten.

Also: “NIEMALS AUFGEBEN“

Mauro Sirri