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DIE NORMALITÄT WIRD ZUM UNGEWÖHNLICHEN

54. WEINLESE DES WEINGUTS CELLI – 35. WEINLESE VON MAURO SIRRI

Liebe Freunde,

Wenn es im Winter schneit, ist der Frühling sanft, mit frisch duftenden Morgen, sonnigen Nachmittagen und abschließenden Regenschauer der dich im Weinberg überrascht.
Wenn der Sommer warm ist, aber mit nächtlichen abkühlenden Regengüssen, erholen sich Menschen und Pflanzen.
So sollte die Normalität sein, aber dann würden wir im Paradies leben und nicht wahrnehmen, wo wir sind.
Es lebe das Ungewöhnliche, es lebe das Unerwartete, das uns auf harte Probe stellt und uns erlaubt, das Gleichgewicht zu genießen, wenn wir das Glück haben, es zu finden.

Nachdem wir die Jahre 2014, 2015 und 2017 wegen ihrer Anomalität als außergewöhnliche Jahre eingereiht haben, fühlt sich das Jahr 2018 so an, wie wenn man bei einem schönen Spaziergang die frische Morgenbrise, den klaren Himmel und die prickelnde Luft genießt.

Die 2018er Weinlese kennzeichnet einen wichtige Veränderung und zwar den Übergang zur biologischen Landwirtschaft von allen unseren 35 Hektaren Weinbergen.

Ich bestreite nicht, dass ich anfänglich einige Zweifel hatte, obwohl wir unsere Weinberge seit mindestens 20 Jahren nachhaltig bewirtschaftet haben, ohne Herbizide einzusetzen, und die Anwendung von synthetischen Produkten zur Bekämpfung von Mehltau und Peronospora auf ein Minimum beschränkt haben.
Der agronomische Einsatz war erheblich: Ausgeizen und Entlaubung in den nördlich ausgesetzten Reben und wo nötig, haben wir ausgedünnt.
Dank auch all unserer Mitarbeiter, die an diese neue Unternehmensphilosophie geglaubt haben, haben wir gesunde Trauben erhalten, schön und zum anbeißen.
Ich muss meine volle Zufriedenheit für die geleistete Arbeit und insbesondere für das erzielte Ergebnis zum Ausdruck bringen.
Ende Juli hatten wir auf den Bergkämmen einen leichten Wasserstress, der aber bald von leichten Regenfällen Mitte August ausgeglichen wurden.

Sonniger September, mit stark sinkenden Temperaturen in der Nacht,  was zur Entwicklung der Terpene beigetragen hat und Säure und Duft der Frucht bewahrt hat.

Nach Jahren „magerer Kühe“ mit sehr geringer Produktion, haben wir endlich eine ausgewogene Weinlese, auch unter quantitativen Gesichtspunkten.

ES LEBE DAS UNGEWOEHNLICHE!

Mauro Sirri