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DIE SCHÖNE WEINLESE 2016

33. WEINLESE VON MAURO SIRRI

Liebe Freunde,

Von einer so schönen Weinlese muss man frühzeitig erzählen. Wie bei einem schönen Traum, riskiert man beim Erwachen, ihn zu vergessen oder bestenfalls eine verschwommene Erinnerung zu behalten.
In den letzten Jahren haben wir oft Aeusserungen von ungezügelter Begeisterung ausschreien gehört, die außergewöhnliche und unvergleichliche Weinlesen ankündigten.
Wer seine Weinberge kennt und sie hat wachsens sehen, wer auf die Sprache der Weinstöcke achtet und sie beobachtet wie man die eigenen Kinder beim Wachsen beobachtet, schreit nicht, begeistert sich nicht ungezügelt,
wenn die Sommer heiß und trocken sind, geschweige denn, wenn sie feucht und regnerisch sind.
Man sollte den saisonalen Ablauf mit gesundem Realismus analysieren und nach agronomischen Praktiken suchen, die imstande sind, den Pflanzen ein Gleichgewicht zu geben.
Nur ein sehr ausgeglichener Weinstock mit einem guten Adrenalinstoss wird einen annehmlichen, eleganten und, warum nicht, intriganten Wein hergeben.
Die 2016er Weine werden alle diese Elemente vereinen, auf natürliche Weise und ohne Zwang,
so wie der Schritt des Weltrekordrenners, der ohne Atemnot ans Ziel gelangt.
Ich glaube, dass ein Weinhersteller nicht viele Gelegenheiten hat, solche Ernten zu erleben,
Weltmeiser werden nicht so häufig geboren.
Wenn ich in meinen 33 Jahren Erfahrung als Winzer suchen müsste, würde ich wahrscheinlich sehr in die Vergangenheit zurückblicken müssen, als uns die Weinlese 1990 geschenkt wurde und vielleicht auch die vom 1985.
Da bin ich mir aber nicht sehr sicher, meine Reisenotizen in der Weinwelt datieren erst auf das Jahr 1987 zurück.

Aus der meteorologischen Sicht hergesehen, sind wir meiner Meinung nach zu den Sommern unserer Kindheit in den 60/70er Jahren zurückgekehrt, warm aber nicht zu sehr, mit regelmäßigen Platzregen, und Nachttemperaturen, die oft unter 18 Grad giengen.
Der Monat Juni war sicher ein bisschen kritisch wegen einem Überschuss an Niederschlägen, welcher in den nicht gut ausgeglichenen Weinreben einige Probleme von Pilzkrankheiten verursacht hat.
Doch unser agronomisches Verfahren sieht eine totale Begrünung vor, ohne chemische Herbizide und mit reduzierter und nur organischer Düngung; dank dieser Verfahren haben wir die obig gennanten Probleme erfolgreich überwunden.
So haben wir den Beginn der Weinlesezeit in der dritten Augustwoche mit einem guten Optimismus erreicht.
Normalerweise sind die Jahre, die für die weißen Trauben gut sind, nicht so gut für die roten, und umgekehrt.
Nun ja, ich glaube, dass dieses Jahr die klimatischen Bedingungen für beide sehr interessant gewesen sind.
Ausgezeichnete phenolische Reifung, guter Zuckergehalt, asugeglichen durch relativ niedrigen PH Werten, gute Säure und schließlich, als logische Folge von allem, einen perfekten Gesundheitszustand.
Ich bedanke mich für das Vertrauen, dass Sie uns weiterhin vorbehalten werden.

Mauro Sirri